
Da ich aus einer französischen Künstlerfamilie stamme, lernte ich von klein auf Klavier zu spielen. Mein früh begonnener musikalischer Weg wies jedoch zwei entscheidende Wendepunkte auf.
Als Teenager entschied ich mich, mit dem Üben aufzuhören, um einer anderen Freizeitbeschäftigung nachzugehen: Sport mit meinen Freunden.
Erst vier Jahre später legte ich meine Hände wieder auf die Tasten: eine völlig neue Entdeckung!
Und von diesem Moment an beschloss ich, mich wieder voll und ganz der Musik zu widmen.
Zum zweiten kam es vier Jahre später: eine weitere Unterbrechung, aber dieses Mal nicht selbst gewählt. Während meines Studiums in Boulogne-Billancourt, Issy-les-Moulineaux und Paris bekam ich physische Probleme, die mich zwangen, meine Arbeitszeit am Klavier deutlich zu reduzieren. Trotzdem konnte ich noch ein bisschen spielen und durch viele wertvolle Begegnungen – während der Rehabilitation – meinen künstlerischen Horizont durch die Erforschung anderer Felder, wie Singen, Theater, Tanz, Poesie, Körperbewusstsein und Pädagogik, erweitern. Darüber hinaus begann die Komposition in diesen Jahren einen wichtigen Stellenwert in meinem künstlerischen Leben einzunehmen.
Ich arbeite seither sehr gerne in unterschiedlichen Rollen und entwickle mich dadurch sowohl musikalisch als auch persönlich immer weiter:
* als Klavierlehrer von Schülerinnen und Schülern aller Altersklassen und mit unterschiedlichen Zielen und Wünschen, an Musikschulen, in Vereinen oder privat
* als begleitender und Improvisations-Pianist mit Sängerinnen und Sängern, Chören, Theatergruppen und im Rahmen der Chorleiter-Ausbildung
* als Chorleiter in Workshops an Grundschulen, mit ATD Vierte Welt (einer internationalen Bewegung gegen Armut) und in einer Klinik für Menschen mit Behinderungen
Innerhalb all dieser Akivitäten und Projekte kommt es – zu Nicht-Pandemie-Zeiten –
auch häufig und regelmäßig zu Auftritten in unterschiedlichster Form und Gestalt, von klassischen Konzerten über Musiktheater bis hin zum Singen im öffentlichen Raum.

Seit der Rehabilitation ist es mir auch wieder möglich, Klavier- und Kammermusik-Konzerte zu geben:
im privaten Rahmen (was ich besonders hoch schätze), sowie in Zusammenarbeit mit verschiedenen kulturellen Organisationen, zum Beispiel auf Festivals, mit Kunst-Vereinen und in musikalischen Programm von Kirchen.
Da die Komposition weiterhin sehr wichtig ist,
genieße ich es sehr, selbstkomponierten Werke zu teilen.
Das sind Momente, die mir für immer
im Gedächtnis bleiben werden.